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Zerstörung und Wiederaufbau der Nürnberger Burg

Mittwoch, 18. März 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 17.3.2009:
Einen Rundgang zum Thema „Die Nürnberger Burg – Zerstörung und Wiederaufbau der Stadtkrone“ bietet Margit Schmidt-Pikulicki, 1. Vorsitzende des Vereins der Gästeführer, am Sonntag, 22. März 2009, um 11 Uhr an. Treffpunkt ist das Stadtmuseum Fembohaus, Burgstraße 15. Die Führungsgebühr beträgt 4 Euro.

Die Luftangriffe von 1942 und 1944 fügten der erst wenige Jahre vorher vollständig restaurierten Burg erste Schäden zu. Nach der verheerenden Zerstörung der Stadt am 2. Januar 1945 hatte sich die mittelalterliche Bausubstanz der Burggebäude zu etwa 80 Prozent in übermannshohe Schutthalden verwandelt. Einzig die Doppelkapelle mit dem Heidenturm hatte den Feuersturm nahezu unbeschädigt überstanden.

Noch 1945/46 wurde der Bombenschutt geräumt, und bereits 1947 begann das Landbauamt Nürnberg mit dem Wiederaufbau. Den Planern kamen die Dokumentation und die Umbaupläne der Jahre 1934 bis 1936 zugute, die als Grundlage für die Neuerrichtung herangezogen wurden. Mit dem Beginn der Arbeiten am Palas, als langgestreckter Repräsentationsbau eines der prägendsten Bauwerke der Burgsilhouette, setzte das Landbauamt einen symbolträchtigen Anfangspunkt. Eine besondere Rolle spielte hier der in den 1860er Jahren dem Palas westlich vorgebaute Söller. Obwohl sich seine Schäden in Grenzen hielten, wurde er abgebrochen, da er beim Reichsparteitag 1936 eine zentrale Rolle gespielt hatte.

In den folgenden Jahren stellte das Bauamt mit dem Sinwellturm, mit Hasenburg und Himmelsstallung die wichtigsten stadtseitigen Bauten der Kaiserburg und damit die Gesamtsilhouette wieder her. Die Gebäude rund um die Kaiserstallung folgten in den frühen 1950er Jahren. Doch erst 1981 tilgte die Fertigstellung des Kastellansgebäudes nach insgesamt 34 Jahren Wiederaufbau den letzten Hinweis auf die Zerstörungen der
Nürnberger Burg. alf