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Wettbewerb „Richard-Wagner-Platz“ entschieden

Mittwoch, 06. Mai 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 5.5.2009:
Der im Dezember 2008 ausgelobte städtebauliche Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung des Richard-Wagner-Platzes am Staatstheater Nürnberg ist entschieden: Unter dem Vorsitz von Landschaftsarchitekt Guido Hager wählte die Jury einstimmig den Entwurf von „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“ aus Dresden als ersten Preisträger aus. „Die Funktion des Schauspielhauses als Ort der Kultur, der Kommunikation und der Begegnung wird durch die Platzgestaltung, seine Zonierung und Bepflanzung geradezu gespiegelt. Der Entwurf lässt einen Platz erwarten, der als Gelenk und Tor zur Altstadt fungiert und gleichermaßen zum Verweilen einlädt. Das hat das Preisgericht besonders überzeugt“, begründete Jury-Mitglied und Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann das Votum.

Dazu heißt es unter anderem im Preisgerichtsprotokoll: „Der Richard-Wagner-Platz wird als zentraler Verknüpfungsraum in der Altstadt von Nürnberg interpretiert und als eine Folge von Transit- und Aufenthaltsbereiche entwickelt. Entstanden sind ruhige, aber gut proportionierte Räume, die sich sehr selbstverständlich erschließen. (…) Baumarten werden sehr präzise gesetzt, um in dem sonst schlichten Konzept verschiedene Stimmungen zu erzeugen. Großvolumige Laubbäume gegenüber der Wallanlage, lichte Kiefern auf dem Tableau der Tiefgarage, ein Streifen von Magnolien auf beleuchteten Sitzmöbeln und dann wieder kräftige Laubbäume als Abschluss am Karl-Pschigode-Platz. Sehr positiv bewertet werden die Vorschläge den Auftakt zum Schauspielhaus und zum Richard-Wagner-Platz neu zu ordnen. Die Treppenanlage führt mit einer großzügigen Geste auf den Platz, die Korrespondenz mit der Gestaltung des nördlichen Zugangs ist überzeugend. Der Südeingang der Kammerspiele ist gut sichtbar, der Platz angemessen gestaltet, ein guter Auftakt für die Kulturzone. Auf dem höheren Niveau entsteht ein attraktiver, neuer Stadtbalkon. (…) Nicht nur, dass nahezu alle Funktionen gut gelöst sind, es verspricht auch eine angenehme und entspannte Atmosphäre und sehr viel Freiraum für Openair und andere Feste.“ (weiterlesen…)

Bewerbungsverfahren für die Teilnahme am Realisierungswettbewerb Richard-Wagner-Platz läuft bis 9. Januar 2009

Dienstag, 16. Dezember 2008

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 16.12.2008:
Für die Umgestaltung des Richard-Wagner-Platzes am Staatstheater Nürnberg lobt die Stadt Nürnberg, vertreten durch das Baureferat, einen begrenzt offenen Ideen- und Realisierungswettbewerb nach den Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe (GRW) mit vorgeschaltetem Bewerbungs- und Auswahlverfahren aus.

„Wenn 2010 die Generalinstandsetzung des Schauspielhauses und der Kammerspiele abgeschlossen sein wird, muss auch das unmittelbare Umfeld mithalten können“, so Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann. „Daher loben wir nun frühzeitig einen Realisierungswettbewerb für den Richard-Wagner-Platz aus mit dem Ziel, eine attraktive Gestaltung dieses wichtigen Platzes vorbereiten zu können.“ Gegenstand des Wettbewerbs ist die Entwicklung einer städtebaulichen und räumlichen Konzeption zur Umgestaltung und Aufwertung des öffentlichen Areals vor dem Staatstheater Nürnberg. Basierend auf dieser Konzeption sollen für einen Teilbereich stadträumliche Leitideen aufgezeigt und realisierbare Gestaltungsansätze entwickelt werden.

Der Wettbewerb wird als EU-weiter, begrenzt offener Ideen- und Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungs- und Auswahlverfahren durchgeführt. Das Zulassungsgebiet umfasst die
Staaten der Europäischen Wirtschaftsraumes sowie die Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen. Die Zulassung zum Wettbewerbsverfahren erfolgt durch ein mit einem Losverfahren kombiniertes Bewerbungsverfahren, das derzeit durchgeführt wird. Teilnahmeberechtigt sind die im Zulassungsbereich ansässigen Architekten/innen, Landschaftsarchitekten/innen und Stadtplaner/innen, die entsprechend den Regelungen ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung berechtigt sind. Weitere Voraussetzungen zur Teilnahmeberechtigung sind im Auslobungstext nachzulesen. Die Wettbewerbssprache ist deutsch. Es werden insgesamt 30 Teilnehmer am Wettbewerb zugelassen, davon sind fünf Büros bereits gesetzt und 25 Teilnehmer werden aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt beziehungsweise ausgelost. Bis Freitag, 9. Januar 2009 können sich Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner für die Teilnahme bewerben.

Der vollständige Text der Wettbewerbsbekanntmachung wurde am 3. Dezember 2008 im Amtsblatt der Europäischen Union und in der Fachpresse veröffentlicht. Er ist zudem unter www.baureferat.nuernberg.de zu finden. Bewerbungsformulare gibt es nicht, es ist ein formloses Bewerbungsschreiben zusammen mit den in der Auslobung geforderten Nachweisen einzureichen. Die Wettbewerbsbetreuung obliegt dem Stadtplanungsamt, Lorenzer Straße 30, 90402 Nürnberg. Ansprechpartnerin ist Marion Löscher