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Neustrukturierung der Integrierten Stadtentwicklung – Projekt koopstadt ist Impulsgeber

Montag, 09. Februar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 6.2.2009:
Gemeinsam mit allen Geschäftsbereichen der Verwaltung möchten Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Bau- und Planungsreferent Wolfgang
Baumann, Wirtschafts- und Stadtentwicklungsreferent Dr. Roland Fleck und Umweltreferent Dr. Peter Pluschke die Stadtentwicklung auf eine breite Basis stellen und mit neuem Leben erfüllen. Nürnberg hat sich in diesem Zusammenhang an der Initiative des Bundes zur „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ beteiligt. Dabei hat sich die Stadt Nürnberg mit Bremen und Leipzig zum Kooperationsprojekt koopstadt zusammengeschlossen.

„Mit dem Projekt koopstadt wurde eine Plattform geschaffen, auf der Nürnberg und seine beiden Partner Bremen und Leipzig ihre Stadtentwicklungsarbeit gemeinsam neu strukturieren können. Es geht vor allem darum, wie die unterschiedlich gestalteten Stadtentwicklungsprozesse in Nürnberg mit denen von Bremen und Leipzig verglichen werden können, um zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly am Freitag, 6. Februar 2009, auf einer Pressekonferenz
zum Projekt koopstadt in der Villa Leon.

Berufsmäßiger Stadtrat Dr. Roland Fleck erläuterte: „Nürnberg ergreift die Gelegenheit, das Thema einer Integrierten Stadtentwicklung stärker in den Blickwinkel aller Akteure zu rücken. Aufbauend auf einer gemeinsamen Konzeptstudie mit Bremen und Leipzig konkretisiert die ‚Konzeptstudie Nürnberg’ Projektansätze und zeigt Möglichkeiten auf, in welcher Weise Integrierte Stadtentwicklungsarbeit in Nürnberg funktionieren kann.“

Die „Konzeptstudie Nürnberg“ veranschaulicht die Projektansätze und entwickelt Vorschläge für die Umsetzung von koopstadt. Sie dokumentiert den Arbeitsprozess in Nürnberg und bereitet diesen für den Städtevergleich auf. Der im Rahmen der Studie entwickelte gebietsorientierte Ansatz schafft die Möglichkeit einer Initialzündung für Integrierte Stadtentwicklung in zunächst sechs ausgewählten Stadtgebieten.

„Um Integrierte Stadtentwicklung in Nürnberg neu aufzusetzen, müssen laufende und geplante Aktivitäten der unterschiedlichen Geschäftsbereiche der Verwaltung sowie aller wichtigen Akteure unserer Stadt mit den koopstadt-Ansätzen verknüpft werden. koopstadt-
Impulsprojekte und der Austausch zwischen den drei Städten dienen dabei als Treiber“, betonte Dr. Ulrich Maly.

„Die wesentliche Aufgabe liegt darin, private und öffentliche Investitionen zu verbinden, Fördermöglichkeiten zu akquirieren, verschiedene Nutzer und Interessen zusammenzubringen und so Gebietsentwicklungen voranzutreiben“, unterstrich Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann. „Das, was zum Beispiel auf dem und rund um das ehemalige AEG-Areal passiert, steht für diesen Anspruch: In kurzer Zeit sind hier neue, lebendige Strukturen entstanden. Handwerk, Produktion, Dienstleistung, Kultur und Freizeit sorgen für eine neue Vielfalt im Quartier. Der Nürnberger Westen wird daher ein Schwerpunkt von koopstadt sein.“ Die weiteren räumlichen Schwerpunktgebiete sind die Altstadt und die Südstadt.

Ein weiterer Schwerpunkt der koopstadt-Arbeit ist das Thema „Nürnberg am Wasser“, führte Umweltreferent Dr. Peter Pluschke aus. Dieses Projekt bleibt nicht – anders als die anderen Schwerpunkte – auf einen Teil der Stadt beschränkt, sondern schließt das gesamte Stadtgebiet mit seinen verschiedenen Wasserläufen und den angrenzenden Naturflächen ein. Zudem hat es einen regionalen Akzent, reicht das Wassersystem doch über die Stadtgrenzen hinaus. „Nürnberg ist eine Stadt am Wasser“, hob Umweltreferent Dr. Peter Pluschke hervor. „Im Mittelpunkt des Projekts steht das Wassererleben, verbunden mit ökologischem und wirtschaftlichem Wassermanagement.“ Ein im Rahmen von koopstadt zu erarbeitendes Konzept soll Möglichkeiten und Impulse zur Vernetzung und Qualifizierung des Wassererlebens in Nürnberg und der gesamten Region aufzeigen, die es dann umzusetzen gilt.

Die Basis der ressortübergreifenden Arbeit ist ein Organisationsmodell für eine Integrierte Stadtentwicklung in Nürnberg. Die fachliche Eigenständigkeit der jeweiligen Ressorts bleibt unberührt. Neu sind in diesem Modell die gemeinsame Festlegung ressortübergreifender strategischer Ziele (Entscheiderkreis Stadtentwicklung), die Abstimmung von Aktivitäten innerhalb der vorerst sechs ausgewählten Entwicklungsgebiete (Gebietsteams) sowie die Koordinierung der Aktivitäten der Gebietsteams und der Abgleich mit den strategischen Zielen in einem „forum Stadtentwicklung“, einer ressortübergreifenden städtischen Arbeitsgruppe unter der Federführung des Amts für Wohnen und Stadterneuerung.

„Besonders hervorzuheben ist, dass alle Referate verstärkt an dem Prozess mitarbeiten“, unterstrich Dr. Roland Fleck. „Die Gebietsteams setzen sich aus Mitarbeitern unterschiedlicher Geschäftsbereiche zusammen – je nach Schwerpunktsetzung in den Gebieten. Und das ‚forum Stadtentwicklung’ sorgt dafür, dass sich die Arbeit der Gebietsteams an gemeinsam festgelegten strategischen Zielsetzungen orientiert, um einen Mehrwert für die Gesamtstadt zu generieren.“

Der Stadtspitze ist es wichtig, dass alle gesellschaftlichen Gruppen, die Fachmilieus sowie die breite Öffentlichkeit in die Diskussion und in den Stadtentwicklungsprozess miteingebunden werden