Archiv für die Kategorie ‘Pressemitteilungen’

Wettbewerb für Dreifachsporthalle an der Uhlandschule

Montag, 16. Februar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 16.2.2009:
Für den Bau einer Dreifachsporthalle mit Unterrichtsräumen, einem Kinder- und Jugendhaus und einem Bolzplatz auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs für die benachbarte Uhlandschule lobt das Baureferat der Stadt Nürnberg einen begrenzt offenen Wettbewerb aus. Ziel ist es, eine innovative Lösung für die schulischen, energetischen und bautechnischen Aspekte zu finden.

Die Teilnahme ist auf 40 Architekturbüros begrenzt. Zwölf Büros aus der Metropolregion sowie aus dem süddeutschen Raum sind geladen, 28 Büros werden nach europaweiter Ausschreibung durch Los bestimmt. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 9. März 2009. Der vollständige Text der Wettbewerbsbekanntmachung ist im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und zudem unter www.baureferat.nuernberg.de abrufbar. Das Preisgericht tagt Ende Juli / Anfang August 2009 und danach werden auch die Arbeiten ausgestellt. maj

Neustrukturierung der Integrierten Stadtentwicklung – Projekt koopstadt ist Impulsgeber

Montag, 09. Februar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 6.2.2009:
Gemeinsam mit allen Geschäftsbereichen der Verwaltung möchten Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Bau- und Planungsreferent Wolfgang
Baumann, Wirtschafts- und Stadtentwicklungsreferent Dr. Roland Fleck und Umweltreferent Dr. Peter Pluschke die Stadtentwicklung auf eine breite Basis stellen und mit neuem Leben erfüllen. Nürnberg hat sich in diesem Zusammenhang an der Initiative des Bundes zur „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ beteiligt. Dabei hat sich die Stadt Nürnberg mit Bremen und Leipzig zum Kooperationsprojekt koopstadt zusammengeschlossen.

„Mit dem Projekt koopstadt wurde eine Plattform geschaffen, auf der Nürnberg und seine beiden Partner Bremen und Leipzig ihre Stadtentwicklungsarbeit gemeinsam neu strukturieren können. Es geht vor allem darum, wie die unterschiedlich gestalteten Stadtentwicklungsprozesse in Nürnberg mit denen von Bremen und Leipzig verglichen werden können, um zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly am Freitag, 6. Februar 2009, auf einer Pressekonferenz
zum Projekt koopstadt in der Villa Leon.

Berufsmäßiger Stadtrat Dr. Roland Fleck erläuterte: „Nürnberg ergreift die Gelegenheit, das Thema einer Integrierten Stadtentwicklung stärker in den Blickwinkel aller Akteure zu rücken. Aufbauend auf einer gemeinsamen Konzeptstudie mit Bremen und Leipzig konkretisiert die ‚Konzeptstudie Nürnberg’ Projektansätze und zeigt Möglichkeiten auf, in welcher Weise Integrierte Stadtentwicklungsarbeit in Nürnberg funktionieren kann.“

Die „Konzeptstudie Nürnberg“ veranschaulicht die Projektansätze und entwickelt Vorschläge für die Umsetzung von koopstadt. Sie dokumentiert den Arbeitsprozess in Nürnberg und bereitet diesen für den Städtevergleich auf. Der im Rahmen der Studie entwickelte gebietsorientierte Ansatz schafft die Möglichkeit einer Initialzündung für Integrierte Stadtentwicklung in zunächst sechs ausgewählten Stadtgebieten.

„Um Integrierte Stadtentwicklung in Nürnberg neu aufzusetzen, müssen laufende und geplante Aktivitäten der unterschiedlichen Geschäftsbereiche der Verwaltung sowie aller wichtigen Akteure unserer Stadt mit den koopstadt-Ansätzen verknüpft werden. koopstadt-
Impulsprojekte und der Austausch zwischen den drei Städten dienen dabei als Treiber“, betonte Dr. Ulrich Maly.

„Die wesentliche Aufgabe liegt darin, private und öffentliche Investitionen zu verbinden, Fördermöglichkeiten zu akquirieren, verschiedene Nutzer und Interessen zusammenzubringen und so Gebietsentwicklungen voranzutreiben“, unterstrich Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann. „Das, was zum Beispiel auf dem und rund um das ehemalige AEG-Areal passiert, steht für diesen Anspruch: In kurzer Zeit sind hier neue, lebendige Strukturen entstanden. Handwerk, Produktion, Dienstleistung, Kultur und Freizeit sorgen für eine neue Vielfalt im Quartier. Der Nürnberger Westen wird daher ein Schwerpunkt von koopstadt sein.“ Die weiteren räumlichen Schwerpunktgebiete sind die Altstadt und die Südstadt.

Ein weiterer Schwerpunkt der koopstadt-Arbeit ist das Thema „Nürnberg am Wasser“, führte Umweltreferent Dr. Peter Pluschke aus. Dieses Projekt bleibt nicht – anders als die anderen Schwerpunkte – auf einen Teil der Stadt beschränkt, sondern schließt das gesamte Stadtgebiet mit seinen verschiedenen Wasserläufen und den angrenzenden Naturflächen ein. Zudem hat es einen regionalen Akzent, reicht das Wassersystem doch über die Stadtgrenzen hinaus. „Nürnberg ist eine Stadt am Wasser“, hob Umweltreferent Dr. Peter Pluschke hervor. „Im Mittelpunkt des Projekts steht das Wassererleben, verbunden mit ökologischem und wirtschaftlichem Wassermanagement.“ Ein im Rahmen von koopstadt zu erarbeitendes Konzept soll Möglichkeiten und Impulse zur Vernetzung und Qualifizierung des Wassererlebens in Nürnberg und der gesamten Region aufzeigen, die es dann umzusetzen gilt.

Die Basis der ressortübergreifenden Arbeit ist ein Organisationsmodell für eine Integrierte Stadtentwicklung in Nürnberg. Die fachliche Eigenständigkeit der jeweiligen Ressorts bleibt unberührt. Neu sind in diesem Modell die gemeinsame Festlegung ressortübergreifender strategischer Ziele (Entscheiderkreis Stadtentwicklung), die Abstimmung von Aktivitäten innerhalb der vorerst sechs ausgewählten Entwicklungsgebiete (Gebietsteams) sowie die Koordinierung der Aktivitäten der Gebietsteams und der Abgleich mit den strategischen Zielen in einem „forum Stadtentwicklung“, einer ressortübergreifenden städtischen Arbeitsgruppe unter der Federführung des Amts für Wohnen und Stadterneuerung.

„Besonders hervorzuheben ist, dass alle Referate verstärkt an dem Prozess mitarbeiten“, unterstrich Dr. Roland Fleck. „Die Gebietsteams setzen sich aus Mitarbeitern unterschiedlicher Geschäftsbereiche zusammen – je nach Schwerpunktsetzung in den Gebieten. Und das ‚forum Stadtentwicklung’ sorgt dafür, dass sich die Arbeit der Gebietsteams an gemeinsam festgelegten strategischen Zielsetzungen orientiert, um einen Mehrwert für die Gesamtstadt zu generieren.“

Der Stadtspitze ist es wichtig, dass alle gesellschaftlichen Gruppen, die Fachmilieus sowie die breite Öffentlichkeit in die Diskussion und in den Stadtentwicklungsprozess miteingebunden werden

Besichtigung des Plärrer-Hochhauses

Mittwoch, 04. Februar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 4.2.2009:
Eine Besichtigung des Hochhauses am Plärrer bietet Nikolaus Bencker, Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde der Stadt Nürnberg, am Samstag, 7. Februar 2009, um 15 Uhr an. Die kostenlose Tour mit dem Titel „Das Hochhaus am Plärrer. Ein Schlüsselbeispiel moderner Architektur“ begleitet die Ausstellung „Nürnberg baut auf! Prechtl, Koller, Heyduck und andere“ im Stadtmuseum Fembohaus. Treffpunkt ist das Foyer des Hochhauses am Plärrer. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Interessierte sollten sich daher unter Telefon 0911 / 2 31-25 95 anmelden.

1953 war es fertiggestellt: das Hochhaus am Plärrer. 53 Meter hoch, 15 Stockwerke, ein Stahlskelettbau – gegensätzlicher hätte das neue Gebäude nicht sein können gegenüber der Altstadt, die nach ihrer kriegsbedingten Zerstörung gerade im Begriff war, wieder zu erstehen. Der gleiche Architekt, der zur selben Zeit die Sebalduskirche wieder errichtete, baute auch das damals höchste Hochhaus Nürnbergs: Wilhelm Schlegtendal (1906-1994). Das elegante Bürogebäude wurde in Nürnberg zu einem Symbol für Fortschritt und Wohlstand. alf

Vortrag „Heinz Schmeißner: Der Architekt des
Wiederaufbaus“

Mittwoch, 04. Februar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 4.2.2009:
Über „Heinz Schmeißner: Der Architekt des Wiederaufbaus“ spricht die Architektin und Stadträtin Christine Kayser am Donnerstag, 5. Februar 2009, um 19.30 Uhr im Stadtmuseum Fembohaus, Burgstraße 15. Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm der neuen Sonderausstellung „Nürnberg baut auf! Prechtl, Koller, Heyduck und andere“ und kostet 5 Euro Eintritt.

Heinz Schmeißner gewann nach dem Zweiten Weltkrieg als freier Architekt zusammen mit Wilhelm Schlegtendal 1947 den Wettbewerb zum Wiederaufbau Nürnbergs. Fast alle reichsstädtischen Bauten und 80 Prozent des Wohnungsbestands waren kriegbedingt vernichtet oder schwer beschädigt. In den beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmten Kräne, Bagger und Baugerüste das Bild der Stadt: Nürnberg war eine Dauerbaustelle. 100 000 Wohnungen wurden gebaut und nahezu alle wichtigen Baudenkmäler wiedererrichtet. Noch nie in der Geschichte der Stadt wurde so viel in so kurzer Zeit geleistet. Die Ausstellung „Nürnberg baut auf!“ ist bis 26. April 2009 zu sehen. alf

Baureferat startet Wettbewerb für Neubau der B 14

Dienstag, 03. Februar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 3.2.2009:
Für den Neubau der Beruflichen Schule B 14 auf dem Gelände des Berufsbildungszentrums (BBZ) an der Äußeren Bayreuther Straße lobt das Baureferat der Stadt Nürnberg einen begrenzt offenen Wettbewerb aus. Ziel ist es, eine innovative Lösung für die schulischen, energetischen und bautechnischen Aspekte zu finden. In dem Neubau sollen dann die Teile der Beruflichen Schule, die bislang auf Außenstellen verteilt sind, konzentriert werden.

Die Teilnahme ist auf 40 Architekturbüros begrenzt. Zwölf Büros aus der Metropolregion sowie aus dem süddeutschen Raum sind geladen, 28 Büros werden nach europaweiter Ausschreibung durch Los bestimmt. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 2. März 2009. Der vollständige Text der Bekanntmachung des Wettbewerbs ist im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und zudem unter www.baureferat.nuernberg.de abrufbar. Das Preisgericht tagt im Juli 2009 und danach werden auch die Arbeiten ausgestellt. maj

Umgliederung des Denkmalschutzes abgeschlossen

Montag, 26. Januar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 26.1.2009:
Zum 1. Februar 2009 ist der Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Denkmalschutzes in die Räume der Bauordnungsbehörde, Bauhof 5, abgeschlossen. Die Beratung zu allen denkmalrechtlichen Fragen findet dann im Dienstleistungszentrum (DLZ) Bau, Lorenzer Straße 30, zu den üblichen Öffnungszeiten statt.

Hintergrund ist, dass zum 1. Januar 2009 der Vollzug des Denkmalschutzgesetzes der Bauordnungsbehörde übertragen worden ist. Die Behörde übernimmt das bisher vom Hochbauamt wahrgenommene Aufgabengebiet „Untere Denkmalschutzbehörde“. Diese ist künftig als Abteilung 1 „Beratung und Denkmalschutz“ Teil der Bauordnungsbehörde. Damit ist die Behörde zuständig für die Erteilung sogenannter denkmalrechtlicher Erlaubnisse, die bei allen Maßnahmen an Einzeldenkmalen und bei allen Maßnahmen an Gebäuden in Ensembles notwendig nötig sind – auch wenn im Einzelfall kein Bauantrag erfolgen muss. Erlaubnisse sind kostenlos.

NürnbergMesse setzt ehrgeizige Wachstumsziele

Freitag, 16. Januar 2009

Pressemitteilung der NürnbergMesse am 15.1.2009 (Auszug):

2020: Nürnberg fünftgrößter Messe- und Kongressplatz
„Hunderttausende von Besuchern und zehntausende von Ausstellern werden jährlich zu Botschaftern Nürnbergs und der Metropolregion“, stellt Söder zufrieden fest. Der Aufsichtsratsvorsitzende legt die Messlatte gleich noch höher: Bis zum Jahr 2020 soll Nürnberg der fünftgrößte Messe- und Kongressplatz Deutschlands werden. Seit über zehn Jahren behauptet Nürnberg hartnäckig Platz sieben im Ranking – nach Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, München, Berlin und Köln, deutlich vor Stuttgart, Leipzig und Essen. Ohne Investitionen in Programm und Gelände wird dieses ehrgeizige Wachstumsziel jedoch nicht erreichbar sein. Söder kündigte deshalb gleichzeitig strategische Investitionen in Höhe von rund 300 Millionen Euro bis 2020 an. Diese sollen zu gleichen Teilen für den Kauf von Messen und Messeveranstaltern im In- und Ausland und zum qualitativen Ausbau des Messe- und Kongresszentrums Nürnberg verwendet werden.

NürnbergMesse hält an Ausbaumaßnahmen fest

Als wichtiges Signal in einer schwierigen Zeit bezeichnete Söder den Neubau des Bereichs Mitte im Messe- und Kongresszentrum Nürnberg, der in wenigen Wochen startet. Bis zum Herbst 2010 entsteht ein vollkommen neuer Eingangs-, Service- und Kongressbereich. Die spektakuläre Architektur mit einem 8.000 m2 großen Lammellendach, das auch den Vorplatz überspannt und ein neues, lichtes, großzügiges Eingangsgebäude mit 4.400 m2 bilden ein adäquates Entree für die internationalen Fachmessen und Kongresse. „Hier entsteht die neue Visitenkarte der NürnbergMesse“, so Diederichs. Der Neubau wurde notwendig, weil der alte Bereich Mitte den wachsenden Anforderungen an Besucherregistrierung, moderne Kongresskapazitäten und ausreichende Gastronomie- und Servicezonen nicht mehr gerecht wird, stammt er doch noch aus der ersten Bauphase des Geländes Anfang der 70er Jahre. Insgesamt wird die NürnbergMesse in den Jahren 2009 und 2010 über 55 Millionen Euro in das Messe- und Kongresszentrum Nürnberg investieren.

Start zum städtebaulichen Wettbewerb für das „Tiefe Feld“

Freitag, 16. Januar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 15.1.2009:
Am Montag, 19. Januar 2009, erfolgt der europaweite Start des „Europan 10 Wettbewerbs“, bei dem erstmals die Stadt Nürnberg mit dem „Tiefen Feld“ als Wettbewerbsstandort vertreten ist. „Europan“ ist ein Ideenwettbewerb für junge Planungsbüros aus Städtebau und Architektur. Dieser wird alle zwei Jahre gleichzeitig an jeweils rund 70 Standorten in 22 europäischen Ländern nach gleichen Bedingungen durchgeführt.

„Alle Architektinnen und Architekten unter 40 Jahren sind herzlich eingeladen, sich an diesem Wettbewerb zum Tiefen Feld zu beteiligen“, so Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann. „Ein neues Stadtquartier mit Wohn- und Gewerbegebieten zu planen, ist eine besondere Herausforderung, die nicht alltäglich ist. Hohen Stellenwert haben dabei energetische und ökologische Gesichtspunkte und die Qualität des öffentlichen Raumes.“ Neben den ausgeschriebenen Preisen beabsichtigt die Stadt Nürnberg, ein Mitglied aus der Preisgruppe mit der weiteren Planung zu beauftragen. Abgabeschluss der Arbeiten ist der 29. Juni 2009. Weitere Informationen finden sich unter www.europan.de.

Die Stadt Nürnberg strebt langfristig die Entwicklung des 67 Hektar großen Planungsgebiets „Tiefes Feld“ bei Kleinreuth an. Insgesamt sollen, wie im Flächennutzungsplan vorgesehen, im nördlichen Teil des Gebietes circa 30 Hektar bebaut werden, die südlichen 37 Hektar sollen Freifläche bleiben. Um ein zukunftweisendes Konzept in verdichteter Bauweise mit hoher Wohnqualität zu finden, beteiligt sich die Stadt mit der Auslobung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs an „Europan“, was der Freistaat Bayern mit 52 000 Euro fördert. Das Ergebnis stellt die Grundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung an dieser Stelle dar und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Wettbewerbs-Ergebnisse sollen unter Einbeziehung von Bürgerverein und Öffentlichkeit in Workshops weiterentwickelt werden.

Parallel zum aktuellen Wettbewerb 2009 zeigt das Stadtplanungsamt eine Ausstellung zum vergangenen „Wettbewerb Europan 9“ im Jahr 2007, dessen Leitthema „European urbanity – Nachhaltige Stadt und neue öffentliche Räume“ war. „Die europäische Vision der Stadt ist letztlich die Schaffung der Gesellschaft: Menschen in unterschiedlichen Situationen und verschiedener Herkunft sollen zusammenfinden“, erläutert Josef Weber, Leiter des Stadtplanungsamts. „Dennoch sind die immer stärker ausgeprägte Individualisierung und das Interesse an Unabhängigkeit wichtige Faktoren einer Stadtentwicklung. Urbanität kann als gemeinsames Erleben der Stadt und ihrer Funktionen begriffen werden, aber ebenso als Entwurf von Stadträumen auf stadtplanerischer und architektonischer Ebene, um Orte zu schaffen, die das Zusammentreffen von Menschen ermöglichen: den öffentlichen Raum. Urbanität provoziert somit auch das Nachdenken über die Formen des öffentlichen Raumes, der in seinen lokalen und übergeordneten Kontext gestellt wird. Diesem Ziel dient auch die Ausstellung.“

Josef Weber, Leiter des Stadtplanungsamts, eröffnet die Ausstellung der bei Europan 2007 prämierten Arbeiten aus drei Ländern am Montag, 19. Januar 2009, um 18 Uhr im 1. Stock des Stadtplanungsamts, Lorenzer Straße 30. Die Ausstellung ist dort bis Freitag, 30. Januar 2009, jeweils montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr zu sehen. maj

Neubau für Ganztagesbetreuung am Neuen Gymnasium eingeweiht

Mittwoch, 14. Januar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 13.1.2009:
Nach 16 Monaten Bauzeit verfügt das Neuen Gymnasium in der Weddigenstraße 21 nunmehr offiziell über eine neue Mensa und Räume zur Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Bürgermeister/Geschäftsbereich Schule, Dr. Klemens Gsell, und Baureferent Wolfgang Baumann haben das neue Gebäude für die Ganztagesbetreuung am Dienstag, 13. Januar 2009, eingeweiht. Damit wurde eine weiteres von insgesamt 33 Vorhaben im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ fertiggestellt.

Mit diesem Projekt, dessen Bau bereits im Oktober 2008 abgeschlossen war, wurde der erste Passivhaus-Neubau in Nürnberg realisiert. Das Gebäude trägt den Aspekten Klimaschutz, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und Energie-Effizienz nachhaltig Rechnung. Das Kommunale Energiemanagement im Hochbauamt entwickelte dafür das Energiekonzept.

Entstanden ist ein markanter eingeschossiger Flachdach-Holzbau mit üppigen Glasflächen, die nach Süden und Westen ausgerichtet sind. Hier wurde der Speiseraum mit Schüler-Café eingerichtet. Nach Norden orientiert sind die Mehrzweckräume sowie die Küche. Der Tageslichtbedarf bestimmt die Größe der Fensterflächen. Im Nord-Osten, ohne Fensterflächen, sind die Toilettenanlage sowie Lager- und Umkleideräume untergebracht. Die Nettogrundfläche beträgt mit Erd- und Untergeschoss 563 Quadratmeter. (weiterlesen…)

Wohnungs- und Stadtentwicklungsreferent Dr. Roland
Fleck sieht Bedarf an zusätzlichen Wohnbauflächen

Mittwoch, 14. Januar 2009

Pressemitteilung der Stadt Nürnberg am 12.1.2009:
Wohnungs- und Stadtentwicklungsreferent Dr. Roland Fleck stellt fest: „Im Stadtgebiet Nürnberg müssen neue Wohnbauflächen räumlich differenziert und mit hoher Qualität geschaffen werden, um dem Bedarf an Wohnraum in Nürnberg noch besser gerecht zu werden. Es besteht sonst mittelfristig die Gefahr, dass sich bei weiterem Einwohner-Wachstum über die Jahre ein deutliches Defizit an tatsächlich bebaubaren und marktgängigen Flächen anhäuft.“

Nach Erhebungen des Förderinstitutes der Bayerischen Landesbank und des Bayerischen Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik liegt der Wohnungsneubaubedarf für Nürnberg bis zum Jahr 2025 zwischen 36 000 und 43 000 Wohnungen. Dies bedeutet einen notwendigen jährlichen Zuwachs von 1 800 bis 2 150 Wohnungen, wovon über 800 Einheiten auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfallen und circa 1 300 Wohnungen auf Mehrfamilienhäuser. „Derzeit schaffen wir diese Neubautätigkeit leider noch nicht. Es besteht daher die Gefahr, dass die Stadt ihr mögliches Wachstum nicht ausschöpfen kann“, so berufsmäßiger Stadtrat Dr. Roland Fleck.

Im Moment sprechen die Zahlen von einer deutlich positiven Entwicklung für Nürnberg, da sich die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung sogar über der oberen (optimistischen) Variante befindet, die seit dem Jahr 1998 Grundlage für die Flächennutzungsplanung war. Dr. Fleck hält es daher für notwendig, weitere, ehrgeizige Ziele zu definieren: „Nach unseren Berechnungen sollten wir im Durchschnitt mindestens 14 Hektar Nettowohnbauland pro Jahr neu sichern. Insbesondere für den geförderten Wohnungsbau sehe ich einen Bedarf in einer Größenordnung von mindestens 4,2 Hektar per anno. Zusätzliche Flächen können über Bestands- und Konversionsflächen abgedeckt werden.“ (weiterlesen…)